Berlin, 10 °C, innerhalb von drei Tagen ein Temperatursturz von 20 Grad!
Zugegeben, diesen Sommer sind wir sehr verwöhnt worden und haben wahrscheinlich sogar Freiburg getoppt, doch dieser Sturz wäre nun wirklich nicht nötig gewesen 🙁
Letzte Woche mit Bikini auf der Liege, heute das Bedürfnis den Kamin anzuzünden.
Naja, das Wetter ist eines der Dinge, welches man nicht ändern kann und aushalten muss. Fällt mir persönlich sehr schwer, das gebe ich zu.
Jetzt heißt es in die Herbstküche einsteigen und das Immunsystem stärken. Kohl und Freunde kommen wieder vermehrt auf den Tisch.
Starten wir heute gleich mit einem leckeren, warmen Eintopf, mit dem wunderbar hohen Vitamin C Anteil und B Vitaminen.
Das Richtige für diesen flotten Wechsel 🙂

Vorbereitung | 15-20 Minuten |
Kochzeit | 20-30 Minuten |
Portionen |
Portionen
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- 700 g vfk Kartoffeln
- 400 g Sauerkraut
- 1 große Zwiebel
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 L Gemüsebrühe
- 400 g stückige Tomaten
- 2 TL Paprikapulver edelsüß
- 4 Lorbeerblätter
- Salz
- Pfeffer
- Öl zum anbraten
Zutaten
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- Die Zwiebel und die Kartoffeln schälen und würfeln. In einem Topf das Öl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig braten. Die Kartoffelwürfel hinzugeben und kurz mitbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen.
- Die Lorbeerblätter hinzufügen, ebenso die stückigen Tomaten. Den Knoblauch schälen und hineinpressen. Das Sauerkraut kurz kalt abspülen und mit in den Topf geben. Gut würzen und 20 Minuten weiterköcheln lassen. Die Lorbeerblätter wieder entfernen und abschmecken.
- Den Sauerkrauteintopf genießen 🙂
Guten Appetit!
Sauerkraut

Gemüse durch Milchsäuregärung zu konservieren ist eine sehr alte, in verschiedenen Weltregionen praktizierte Technik. Im antiken Griechenland und im Römischen Reich war so gesäuerter Weißkohl bekannt, ebenso in China.
Bereits im 7. Jahrhundert entstand die koreanische Variante des Sauerkrauts, das Kimchi. Es unterscheidet sich vom europäischen Sauerkraut, das dort „Togil Kimchi“ genannt wird, durch die Verwendung von Chinakohl und anderen asiatischen Zutaten.
Von den griechischen Naturphilosophen ist bekannt, dass sie Sauerkraut empfahlen.
Sauerkraut gehörte bis zur Etablierung neuerer Konservierungsmethoden zu den im Winter in Deutschland, den Niederlanden und Polen hauptsächlich verarbeiteten Zutaten. Es gelangte auch in die jüdische Küche. Besonders in osteuropäischen Staaten wird sehr viel Sauerkraut gegessen. Durch seinen hohen Vitamingehalt (besonders Vitamin C) beugte es im Winter Mangelerscheinungen vor. Deshalb wurde es auch ganzjährig als Proviant in der Seefahrt eingesetzt, nachdem im 18. Jahrhundert entdeckt worden war, dass der Verzehr von Sauerkraut Skorbut verhindert.
Sauerkraut ist reich an Milchsäure, Vitamin A, B, C und Mineralstoffen und mit den Kohlgemüsen ein wichtiger heimischer Vitamin-C-Lieferant im Winter. Sauerkraut ist praktisch fettlos. Das enthaltene Histamin kann bei Unverträglichkeiten Verdauungsprobleme auslösen.
Jaaa! Der Winter macht Hunger auf Vitamin C Bomben 🙂 Sauerkraut belegt die ersten Ränge. Ich freue mich, wenn es auch noch schmeckt 😉